Sonderpädagogik – ein Blog zur unterstützten Kommunikation mit dem iPad

 

Der Blog UK soll einen kleinen Einblick in die Sonderpädagogik, bzw. in den Bereich der Unterstützten Kommunikation geben. Die Unterstützte Kommunikation beschäftigt sich mit Hilfen für Menschen mit geringer, bzw. fehlender Lautsprache, in all ihren Facetten. Das iPad stellt so eine Art elektronisches Hilfsmittel dar – wobei momentan der Einsatz des iPads in diesem Zusammenhang sehr stark diskutiert wird. Darüber hinaus ermöglicht das iPad gerade durch seine intuitive und direkte Bedienung ein zielgerichtetes Handeln und bietet somit gerade für Menschen mit kognitiven Schwierigkeiten eine Auseinandersetzung mit Inhalten am Computer. Die gesammlten Apps in diesem Blog wurden von verschiedenen Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengetragen, von Eltern wie von Sonderpädagogen gleichermaßen. Dieser Blog richtet sich an Menschen, die Interesse am Bereich der Unterstützten Kommunikation haben – Lehrer/innen und Eltern, aber auch unterstützt kommunizierende Personen.

Goggle Maps, Google Earth und Co im Erdkundeunterricht

Aus einem multimedialen Erdkundeunterricht sind heute Google Maps und Google Earth als Hilfsmittel zur Visualisierung nicht mehr wegzudenken.

Google Maps ist standardmäßig im iOS bereits integriert. Google Earth steht als kostenlose App für das iPad zur Verfügung. Die App enthält allerdings nicht alle Funktionen der “großen” Version. So stehen nur wenige Layer  zur Verfügung. Auch lassen sich keine eigene Elemente (z.B. Markierungen, Strecken oder Polygone) einbinden. Besonders interessant ist allerdings die 3D-Darstellung des Geländes. Diese lässt sich eindrucksvoll durch Neigen des Pads von der Horizontalen in die Vertikale realisieren.

Beschreibung im App-Store

Preis: Kostenlos

Einige wichtige Funktionen können allerdings über Zusatz-Apps realisiert werden:

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Entfernungungs- Flächenberechnung:

Map-o-Meter ermöglicht Entfernungs- und Flächenberechungen auf den Karten von Google Maps.

Beschreibung im App-Store

Preis: Kostenlos

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MyMeasure

Basierend auf den Karten von Google Maps lassen sich bei dieser App die Messpunkte für die Strecken- und Flächenberechnung sehr exakt setzen. Die Overlays können via Mail im Google Earth-Format und als CSV-Datei exportiert werden.

  Beschreibung im App-Store

Preis: 1,59 €

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Höhenprofile:

TopoProfiler ermöglicht die Erstellung von Geländeprofilen aus Google Maps-Karten. Die Profile lassen sich abspeichern aber nicht exportieren, d.h. ein Export ist nur über einen Screenshot möglich.

 

Dafür ist in dieser App die im “normalen” Google Maps nicht mehr vorhandene, aber im Schuleinsatzt oft sinnvolle Reliefschummerung des Geländes noch enthalten. In den Einstellungen kann die Überhöhung des Profils angepasst werden.

Beschreibung im App-Store

Preis: 1,59 €

 

 

 

 

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Mit Geo Elevation lassen sich ebenfalls Profile erstellen. Ein Export via Mail oder iTunes ist hier möglich. Allerdings lässt sich die Überhöhung im Profil nicht anpassen.

 

Beschreibung im App-Store

Preis: 1,59 €

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Karte mit Höhenlinien

Mapster ist eine kostenlose App die das Gelände auf der Basis der OpenStreetMap mit Höhenlinien darstellt. Die Kartenkacheln stehen nach dem Donwload auch offline zur Verfügung.

Beschreibung im App-Store

Preis: kostenlos

 

 

Audioaufzeichungen auf dem iPad

Im Schulalltag  gibt es die unterschiedlichsten Szenarien bei denen eine Tonaufnahme sinnvoll erscheint:

 

 

  • Interviews im Grundschulbereich oder in den     gesellschaftswissenschaftlichen Fächern der SEK 1 u. 2
  • Mittschnitte von Gesprächsrunden
  • zur Sprecherziehung
  • Leseübungen in Deutsch und in den Fremdsprachen

Audio Memos Pro ist unserer Meinung nach eine der besten Apps zur Tonaufzeichnung und ist zudem sehr leicht zu bedienen. Trotzdem bietet die App eine Vielzahl an Einstellmöglichkeiten.
Besonders wichtig erscheinen uns die Export- und Importfunktionen. U.a. werden Dropbox, WebDAV, Evernote, FileApp, FileBrowser und USB Disk unterstützt.

Weitere Funktionalitäten:

• Stimme aktiviert Aufnahmen – Schweigen stoppt
• Audio beliebig in die Aufnahme einfügen
• Lesezeichen
• Komprimierung in versch. Qualitätsstufen (wav oder acc)
• Erinnerung einstellen
• Einstellbare Lesegeschwindigkeit
• Bilder zu einem Memo hinzufügen
• Bearbeiten von Memos (schneiden, verbinden)
• Timer aktiviert Aufnahme

Beschreibung im App Store – Preis 7,99 €

  Link zur kostenlosen Version Audio Memos Free (mit eingeschränkter Funktionalität)

Das iPad im Unterricht – Erfahrungen einer Schweizer Primarschule

An einer Schweizer Primarschule in Regensdorf wurde das Ipad ein Jahr lang von der ICTF auf den pädagogischen und technischen Einsatz im Unterricht getestet. Zur Zeit ist ein weiteres Ipad in der Kleinklasse im Einsatz. Daneben sind
je zwei Ipads pro Schuleinheit vorhanden. Zusätzlich kommen die verschiedenen Projekte mit Ipads in Schulen weltweit, welche sorgfältig dokumentiert und diskutiert werden.

Erste Erfahrungen und ein kleines Fazit finden Sie  hier.

Ein Comic als Reparaturanleitung

Kürzlich reparierte ich mit ein paar Schülerinnen und Schülern meiner Multimedia-AG unseren Tischkicker. Ich bat sie, ein paar Fotos für eine kleine Anleitung zu erstellen. Ich dachte da an eine kleine Tabelle mit den Arbeitsschritten in Pages. Die Idee, die Beschreibung in einen Comic zu verpacken, kam schließlich von einem Schüler.

Das Ergebnis spricht für sich.

 

 

Wenn ich an unser letztes Comicprojekt denke, bin ich von der Vielseitigkeit des Tablets wieder einmal begeistert.

Früher: PC-Raum, Word, Kamera, SD-Karte, geladene Akkus, Übertragungskabel, Ordnerstruktur aus dem Computer

Heute: Comiclife

iPads auch in der Lehrerausbildung?

 

Die Fachleiter Medien der baden-württembergischen Seminare trafen sich heute in Pforzheim, um sich u.a. über die Möglichkeiten des Einsatzes von Tablets in der Lehrerbildung zu informieren.

Im Medienzentrum Pforzheim-Enzkreis konnten die pädagogischen Leiter Karl-Heinz Nagel und seine Stellvertreterin Sabine Strauss den durchaus medienerfahrenen Kolleginnen und Kollegen aus den Seminaren mit ihrer Vorstellung der didaktischen Möglichkeiten der iPads wertvolle Hinweise geben. Auch die eingeladenen Pressevertreter zeigten sich von den Vorteilen und Chancen durch den Einsatz der Tablets begeistert:

Prezi – die andere Art der Präsentation

Prezi ist ein plattformunanhängiges webbasiertes Präsentationprogramm. Die Präsentation erfolgt auf einem unendlich großen Blatt auf dem man sich hinein- und hinauszogen kann. Intuitiv lassen sich Textfelder, Bilder und Filme einfügen und in der gewünschten Reihenfolge durch einen Pfad verbinden. In der Präsentation wird für den Betrachter das Objekt angeflogen und in die richtige Position gedreht wie auch auf optimale Größe gezoomt.

Prezi ist frei im Internet zugänglich und eine Präsentation kann von mehreren Benutzern bearbeitet werden. Neben der Freemium Version gibt es noch zwei Weitere, die sich z.B im Speicherplatz, unterscheiden.

Prezis können derzeitig noch nicht mit dem iPad erstellt werden (ein beschänktes Editieren ist allerdings möglich). Die Erststellung einer Prez Präsentation ist momentan nur auf einem PC oder MAC möglich. Einzige Voraussetzung für das Erstellen ist ein Online-Zugang. Die fertige Präsentation kann mit der Prezi Viewer App aber mit dem iPad überall auch offline gezeigt werden.

 Einführungsvideo auf der Entwicklerseite

Beschreibung im AppStore – Preis: kostenlos

 

 

Freier Fall – Unterrichtsidee mit Vernier Video Physics

Im Dezember 2011 haben wir bereits die App Vernier Video Physics vorgestellt. Norbert Schmidt (ganz herzlichen Dank von Seiten der Redaktion!) hat uns jetzt ein Unterrichtsbeispiel zukommen lassen wie die Anwendung im Physik-Unterricht der Jahrgangsstufe 10 eingesetzt werden kann (Themenbereich Mechanik/Kinematik “Freier Fall, Wurfbewegungen etc.):

“Mit den Ende 2011 angeschafften 10 iPads konnte in Gruppenarbeit dann Vernier Video-Physics eingesetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler bildeten Gruppen, wobei jede Gruppe ein iPad2, einen Tennisball und einen Messstab erhielt. Es galt nun, den Fall eines Balles von einer Empore (Feuerschutztreppe) auf den Boden des Schulhofes zu filmen. Die Fallhöhe wurde zuvor ausgemessen. Nach Durchführung des Fallexperimentes bestimmten die Schülerinnen und Schüler in Vernier Video-Physics Frame für Frame die Position des Balles im Video.  Dies gelingt relativ komfortabel, sofern die Lichtverhältnisse stimmen. Es empfiehlt sich hierfür die Arbeit im Innenbereich. Anschließend wurde im Video die Strecke zwischen Startpunkt und Aufschlagpunkt des Balles bemaßt.
In der Folge erstellt Vernier Video-Physics eine Reihe von grafischen Messwertdarstellungen, die insgesamt erst einmal diskutiert werden müssen (das lässt sich exemplarisch z.B. am Smartboard gut machen, wenn man ein iPad mit Dock-to-VGA-Adapter an den Beamer anschließt). So gibt es z.B. ein x-t-Diagramm, welches letztlich nur die Wackelbewegungen des/r Kameramannes/-frau wiederspiegelt und daher ohne Bedeutung ist. Aus dem y-t- oder dem v-t-Diagramm kann man letztlich am iPad die Erdbeschleunigung ableiten. Wir hatten als bestes Ergebnis einen Wert von etwa 9,5m/s^2 ermittelt.

So komfortabel man an eine Reihe von Diagrammen zu einem Bewegungsvorgang kommt, so schwierig ist es, an die entsprechenden Wertepaare zu gelangen. Diese stehen in Video-Physics so nicht zur Verfügung sondern können nur via Mail an Verniers Logger Pro-Software gesandt werden. Da diese nicht verfügbar war, hatten die Schülerinnen und Schüler die Wertepaare graphisch am iPad bestimmt (Geodreieck auf das Pad gelegt, das Diagramm ausgemessen und mit Dreisatz umgerechnet. Bedenkt man, dass es für die App-Entwickler ein Leichtes sein dürfte, die ohnehin vorhandenen Wertepaare tabellarisch auf dem Pad zur Verfügung zu stellen, so kann nur gemutmaßt werden, dass dies aus marketing-stragtegischen Überlegungen heraus vorenthalten wird und zum Kauf der Logger-Software verleiten soll. Immerhin wird für etwa 250 Euro eine Schullizenz angeboten, was schon überlegenswert ist.

Dennoch ist die Software aus meiner Sicht eine nette Möglichkeit, mit z.B. experimentellen Konstellationen zu arbeiten, die deutlich lebensnaher sind. Ein geworfener Ball ist etwas anderes als ein kleiner Stahlklicker in einer kleinen Fallmaschine.
Im Falle von gleichförmigen Bewegungen ist die Sache übrigens deutlich einfacher. Filmt man ein vorbeifahrendes Auto, kann man die Zeit zwischen dem passieren zweier bekannter Punkte einfach aus der Laufzeit des Videos entnehmen und muss nicht erst die Diagramme mit dem Zentimetermaß ausmessen und umrechnen.”
(Norbert Schmidt)

Preis der App: 2,39 €,  Beschreibung im App-Store

Bildungsapps gezielt suchen und finden – schule-apps.de

Entscheidend für den Einsatz von Tablet-PCs im Unterricht sind die  Inhalte (Apps), die dafür verfügbar sind. Bisher war es gerade im Bildungsbereich nicht einfach, sich im Dschungel des App Store zurechtzufinden. Das Projekt schule-apps.de hat sich zum Ziel gesetzt, Bildungsapps anhand pädagogischer Kriterien wie Altersstufe, Fächerbezug, Eignung für den Unterricht usw. zu erfassen. Nach diesen Kriterien kann der Besucher der Seite dann gezielt nach Apps für sein Unterrichtsvorhaben suchen. Bisher sind mehr als 130 Apps erfasst und es sollen noch mehr werden. Registrierte Benutzer können selbst neue Eintragungen machen, sodass die Sammlung weiter wachsen kann.

Unterrichtsbeispiel: Einführung in die Düngerlehre Grundlagen der Chemie

Ausgangssituation:
Die BGJ-Schüler Agrar (angehende Landwirte, 10. Klasse) an der Staatl. Berufsschule haben zur Einführung in die Düngerlehre Grundlagen der Chemie (Säuren, Laugen). Dabei müssen sie die Ausgangsverbindungen für spätere Düngesalze kennen und mittels chemischer Formel beschreiben.

Umsetzung:

  1. Die Roh-Tabellen (früher als Arbeitsblatt kopiert und ausgeteilt) wurden als Kalkulationstabelle (xls) in die Dropbox gespeichert.
  2. Diese Tabelle öffneten die Schüler auf ihrem iPad (Dropbox) unter Numbers und benannten die Tabelle um (Tabelle…grün, …orange…) je nach Farbe des Smartcovers.
  3. Durch Verschieben, Kopieren und Einsetzen sowie der Ergänzung fehlender Ziffern in den Formeln wurde die Tabelle ausgefüllt.
  4. Die Ergebnisse der Schüler verglichen wir schließlich am Ende der Übung über Apple-TV bzw. verschob ich die vorgefertigten Formeln in einem leeren Arbeitsblatt ebenfalls auf einem mit Apple-TV verbundenem iPad nach Zuruf der Schüler.
  5. Als weitere Übung erhielten die Schüler die beiden Übungsblätter (jeweils leer und ausgefüllt) kopiert in die Dropbox bzw. wer wollte auch ausgedruckt.

Aus meiner Sicht ein Wagnis, dass voll und ganz funktionierte und die Schüler zur intensiven Übung anregte.

 

 

 

 

 

 

Anmerkung der Redaktion:

Herzlichen Dank an Herrn Janka für den Beitrag!!!