Archiv für Apps

K9 Webprotection – Jugendschutzfilter

Oftmals stehen Schulleitungen dem iPadeinsatz im Unterricht sehr skeptisch gegenüber bzw. untersagen den Einsatz, weil die Internetznutzung der mobilen Endgeräte in der Regel nicht über den Jugendschutzfilter des pädagogischen Schulnetzes läuft. Ob ein solches Verbot sinnvoll ist, bleibt dahingestellt, da viele Jugendliche eine eigenes Smartphone ohne Beschränkungen in der Tasche haben und somit auch an die problematischen Inhalte gelangen. Durch Restriktionen leiten wir die Jugendlichen nicht zum verantwortlichem Umgang mit dem Internet an!

Um juristisch aber auf der sicheren Seite zu sein, kann die kostenlose App K9 Webprotection Browser sehr wertvoll sein. Es handelt sich dabei um einen Webbrowser im Safari-Stil, der Internetseiten mit pornographischem, gewaltverherrlichenden oder rassistischen Inhalten blockt. K9 kommt anstelle des standardmäßigen Safari-Browsers zu Einsatz. Damit der Safari-Browser nicht mehr genutzt werden kann, muss dieser unter Einstellungen – Allgemein – Einschränkungen gesperrt werden.

Bei unseren ersten Tests ist der Filter in den verschieden Kategorien zuverlässig angesprungen. Wir würden uns aber über Rückmeldungen und Erfahrungen userer Leser in Form von Kommentaren freuen.

Beschreibung im App Store

Videos um 90° drehen mit iMovie

Immer wieder passiert es versehentlich, dass Videos mit dem iPad im Hochformat oder auf dem Kopf stehend aufgenommen werden. Am PC können diese Filme dann nur „falsch herum“ angesehen werden.

Eine einfache Möglichkeit, Videobilder um 90° zu drehen bietet die App iMovie:

Das entsprechende Video muss dazu zum Bearbeiten in iMovie geöffnet sein.

1. In der Timeline blättern bis der Clip, der gedreht werden soll, im großen Vorschaufenster links oben angezeigt wird.

2. Daumen und Zeigefinger in das Vorschaufenster aufsetzen (ein weißer dicker Pfeil erscheint) und mit einer Drehbewegung im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn bewegen.

3. Der Clip kann durch Wiederholen der Drehbewegung in 90° Schritten in die gewünschte Ausrichtung gedreht werden.

iTunes U – Kurse der ZUM

 

Die „Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e.V.“ (ZUM) hat kürzlich iTunes U – Kurse veröffentlicht, die den Funktionsumfang von iTunes U eindrücklich zeigen und mit dem iPad direkt im Unterricht eingesetzt werden können.

 

Man findet die Kurse im Katalog von iTunes U („Zentrale für Unterrichtsmedien“ eingeben, unter „ZUM“ werden nicht alle Beiträge übersichtlich angezeigt).

Beim Öffnen eines Kurses auf dem iPad sollte man das Quer- bzw. Panoramaformat wählen, da dort eine bessere Übersicht über die Inhalte gewährleistet ist.

Bei einem geöffneten Kurs (hier „Homo Faber“) findet man unter dem Reiter „Infos“ das Ziel und den Verfasser des Kurses. Unter „Posts“ die Gliederung, die entsprechenden Aufgaben und zugehöriges Material zum Herunterladen.
Die oval unterlegten Zahlen geben an, welche Kursinhalte noch nicht geöffnet bzw. vom Kursersteller aktualisiert wurden.

Einen Überblick über sämtliche Materialien des Kurses erhält man über den Reiter „Material“, allerdings sind die Inhalte hier nur nach Art sortiert und nicht in chronologischer Reihenfolge, weshalb sich ein Download der Materialen über „Posts“ empfiehlt, da dort der Zusammenhang ersichtlich ist.
Je nach Kurs kann man Videos, Bücher, Dokumente (PDFs, bearbeitbare Powerpoint- oder Keynotepräsentationen, Pages- oder Worddateien) oder App- und Weblinks finden.

Im Reiter „Notizen“ tauchen diese natürlich nur auf, wenn man selbst direkt in einem iBook, eBook oder Video des Kurses entsprechende Notizen gemacht hat (besonders interessant ist die Option der Videonotizen, diese sollte man unbedingt ausprobieren, wenn Videos in einem Kurs hinterlegt sind).

Am Effektivsten lassen sich die ZUM – Kurse sicherlich dann nutzen, wenn jeder Schüler über ein eigenes iPad verfügt, doch auch für Lehrer mit (nur) einem eigenen iPad können die Kurse als Material- und Ideenpool sehr wertvoll sein.

Weitere Informationen zu iTunes U finden Sie hier (Seite von Apple).

 

Die Berliner Mauer HD – deutsche Geschichte interaktiv erleben

Mit der kostenlosen App der Bundeszentrale für politische Bildung erleben ihre Schülerinnen und Schüler interaktiv ein trauriges aber zugleich hoch spannendes Kapitel der deutschen Geschiche.

 

Verschiedene historisch interessante Punkte auf einer Karte mit dem Mauerverlauf sind anklickbar –  man erhält dann dazu passende historische Bild- oder Tondokumente.

 

So sind z.B. auch viele Originaldokumente aus den Stasi-Archiven z.B. über Fluchtversuche verfügbar.

Ergänzt wird das Material mit dem hervorragenden 3D-Animationsfilm „Eingemauert!“ der Deutschen Welle, welcher eindrücklich das System der Grenzanlagen darstellt (während die meisten Funktionen der App auch offline funktioneren, muss für diesen Film ein Internetzugang vorhanden sein).

Wird diese App zusammen mit den entsprechenden Arbeitsaufträgen in den Unterricht mit eingebaut, werden Ihnen Ihre Schülerinnen und Schüler bestätigen, dass Geschichtsunterricht alles andere als langweiig ist.

Da diese App neben der iPadversion auch als Version für iPhone und Android-Smartphones zur Verfügung steht, ist sie auch hervorragend für den Einsatz bei einer Berlin-Studenfahrt geeignet. Individuelle Mauertouren lassen sich bereits bei der Vorbreitung der Studienfahrt erstellen. Die historische Dokumente können dann direkt vor Ort aufgerufen werden. Mit den Smartphones können dann die Schüler zugleich Fotos von der heutigen Situation zu erstellen.

kostenloser Download im AppStore

iPhone-Version

Android-Version

 

Gute Apps für Kinder

Innovatives Projekt der AG Medienpädagogik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz:

In einem offenen Onlinekurs wurden Bewertungskriterien für Apps zusammengetragen und Apps beurteilt, das daraus resultierende Wiki ist auch für den schulischen Einsatz hilfreich.

Informationen zum Kurs:

Und hier der Link zum Kriterienkatalog (Wiki).

 

Erstellung eines 3D Modells (in iBooks integrierbar!)

Mit Hilfe dieser Anleitung können Sie mit einem geringen Zeitaufwand von ca. 15 Min aus einem beliebigen Gegenstand ein Augumented-Realty 3D-Modell für iPads erstellen. Unter Augumented-Reality versteht man eine Erweiterung der Realität durch eine weitere (digitale) Informationsebene. Hierbei wird ein sogenannter „Marker“ (in diesem Fall der Dollarschein) genutzt, um über die Kamerafunktion des iPads ein 3D-Modell in Echtzeit auf den Bildschirm zu projizieren.

Mit Hilfe dieser Anleitung können Sie beispielsweise, wie hier auf den Fotos zu sehen ist, eine digitale Version eines Herzmodell allen Gruppen mit einem iPad zur Verfügung stellen.

 

Was wird benötigt: 

–        App: Shimmer (89 Cent im  AppStore)
–        App: 123D Catch (kostenlos, AppStore
zur Benutzung aber Registrierung erforderlich)
Optional: Dropbox oder Google 3D Warehouse
Optional: Geldschein (Dollar oder Euro)

1.    Die Erstellung eines eigenen 3D Modells:

Im ersten Schritt geht es um die Erstellung eines eigenen 3D-Modells, welches später mit verschiedenen Programmen genutzt werden kann.

  1. App: 123 Catch im Appstore herunterladen und installieren (Die App ist kostenlos, benötigt aber später eine Registrierung).
  2. Die App öffnen und rechts oben einloggen (sign in), bzw. bei 123D Autodesk registrieren. Dieser Schritt ist leider notwendig, um die erstellten Dateien später herunterladen zu können. Aber die Registrierung ist ebenfalls kostenlos!
  3. Auf „New Capture“ drücken (es erscheint eine Anleitung mit Tipps für eine gute Aufnahme! Es lohnt sich diese anzuschauen!).
  4. Bilder für ein optimales Ergebnis in 3 Reihen (oben, mitte und unten) jeweils 360° um das Objekt herum aufnehmen. (Siehe Bild)
  5. Bilder hochladen (dort werden sie verarbeitet).
  6. Save Capture“ und „Submit“ anklicken.

Nun kann man nach dem Rechenprozess sein neues Modell in der App direkt anschauen.

2.    Integration des Modells in die App Shimmer für die Augumented-Reality Nutzung
Im ersten Schritt haben Sie nun ein 3D-Modell erstellt. Um nun aber auch die Augumented-Reality Funktion nutzen zu können, benötigt man nun die App „Shimmer“. Diese ist im Appstore für 89 Cent erhältlich.

Integration in Shimmer:

  • App: Shimmer im Appstore herunterladen und installieren (Kosten: 89 Cent).

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Medial unterstützte Referate an außerschulischen Lernorten – Referentenbildschirm klonen

Außerschulische Lernorte  sind für unsere Schülerinnen und Schüler sehr wichtig, da durch den  direkten Bezug zum Lerngegenstand eine wesentlich höhere Aufmerksamkeit bei den Schülerinnen und Schülern erzeugt werden kann.

Ein Schülerreferat z.B über das Leben der Römer mitten in den Überresten eines Römerkastells ist bestimmt viel authentischer als ein Referat im Klassenzimmer. Doch außerhalb der Schule besteht leider nicht die Möglichkeit einen Vortrag mit historischen Abbildungen oder Rekonstruktionen visuell anschaulich zu gestalten. Fotokopien durch die Reihen zu reichen erscheint auch nicht sinnvoll.

5-6 iPads reichen jedoch aus um das Dokumentationsmaterial auch für eine ganze Schulklasse am ausßerschulischen Lernort sichtbar zu machen. Wenn das Material über den Foto-Ordner oder über eine Keynote-Präsentation bereit gestellt wird, stellt man allerdings sehr schnell fest, dass die Schüler selbständig durch die Materialien blättern und meistens nicht dort sind wo der Vortragende es eingentlich erwartet.

Durch Zufall sind wir auf die App Conferene Pad gestoßen, mit der es möglich ist, eine PDF-Präsentation (andere Formate sind leider z.Z. noch nicht möglich auf die Bildschirme der anderen iPads zu klonen. D.h. eine Präsentaion muss zunächst als PDF exportiert werden um sie dann auf mehrere andere iPads zu übertragen zu können. Der Vortragendende kann dann das Weiterschalten von Seite zu Seite auf allen iPads steuern. Die Zuhörer/-schauer sehen also genau das, was der Referierende möchte. Die Übertragung und Steuerung der Bildschirme der Clients erfolgt per WiFi oder ganz wichtig für außerschulischen Lernorte sogar per Bluetooth.

Conference Pad im AppStore

Preis: 4,49 €

 

iFiles – Daten autauschen

Neben GoodGeader oder FileBrowser halten wir diese App als eines der wichtigsten Tools für den Datenaustausch. Die Stärken von iFiles liegen vor allem im direkten Austauch zwischen 2 iPads über Bluetooth oder WLAN ohne über einen Cloudspeicher oder ein anderes Netzlaufwerk gehen zu müssen. Gerade dieser schnelle Datenaustauch zwischen zwei Devices ist im schulischen Einsatz dann gefragt, wein kein WebDAV-Laufwerk vom Administrator eingerichtet wurde über das der Datenaustausch laufen könnte oder im Freien kein WiFi zur Verfügung steht.

Will ein Schüler z.B. eine Audio-, Bild- oder Video-Datei ganz schnell auf das Pad eines andern Schülers außerhalb der Reichweite eines WiFi-Netzes übertragen, damit dieser dann mit der Datei weiterarbeiten kann, kommt die Übertragungsmöglichkeit mittels Bluetooth in Frage. Auf diese Weise ist es auch möglich, dass die Daten der Schüler schnell auf dem iPad des Lehrers gesichert werden können.

Neben dieser Funktion des Datenaustausches direkt von iPad zu iPad via Bluetooth oder WiFi kann iFiles noch viel mehr leisten:

  • Viewer für die meisten gerbräuchlichsten Dateiformate
  • Verbindungsaufbau zu eigenen WebDAV- und FTP-Server
  • Audio-Recorder
  • Zip und Unzip-Funktion
  • und vieles andere

Seite des Entwicklers

Download im AppStore

Preis: 3,59 €

Preis:

App zum Dreiteiler „Unsere Väter unsere Mütter“

Unsere Mütter, unsere Väter ist ein dreiteiliger deutscher Fernsehfilm, der am 17., 18. und 20. März 2013 im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) sowie im Fernsehen des Österreichischen Rundfunks (ORF) gesendet wurde.

Fünf Freunde – der Offizier Wilhelm, sein schöngeistiger Bruder Friedhelm, Charlotte, Viktor und Greta – treffen sich im Berlin des Sommers 1941, um Abschied zu nehmen. Wilhelm und Friedhelm müssen an die Ostfront, Charlotte wird freiwillig gemeldet als Krankenschwester folgen. Greta möchte Sängerin werden. Friedhelm prophezeit, der Krieg werde bei allen nur das Schlechteste zu Tage bringen. Schon Weihnachten 1941 wollen sie sich wieder in Berlin treffen. Doch erst nach Kriegsende 1945 können sich die drei Überlebenden dort wieder begegnen. (Quelle: Wikipedia)

Zu dieser sehr gelungenen Umsetzung hat das ZDF nun auch eine App herausgebracht. Sie läuft unter der Bezeichnung Motion Comic: Animierte Hintergrundinformationen erzählen die Vorgeschichte der Hauptpersonen. Außerdem geht es um die Reichspogromnacht, Olympia, den Kriegsbeginn.

Preis: Kostenlos

 zum App-Store

 

Das iPad als interaktiver Whiteboardersatz

Nach Doceri habe ich noch eine weitere App entdeckt, mit dem man das iPad sehr gut in ein interaktives Whiteboard verwandeln kann: Dieses Programm heißt Goodnotes  und ist eigentlich eine Notiz-App, mit der man handschriftlich zeichnen, schreiben und malen kann. Neben den verschiedensten Werkzeugen wie Formenerkennung, verschiedenen Strichstärken und Farben ist das besondere, dass man den Bildschirm, auf dem man arbeitet, komplett von dem, was die Schüler sehen, trennen kann. Der Lehrer definiert so einen Ausschnitt für die Schüler, kann aber beliebig weit in einen Bereich zoomen, um sehr exakt mit dem Stift arbeiten zu können.

Weitere schöne Funktionen sind:

  • Dropbox Synchronisation
  • Handballenschutz
  • PDF-Export
  • viele schöne Vorlagen (liniert, kariert und eigene)
  • direkte Kamera-Integration, um beispielsweise Arbeitsblätter abzufotografieren

Die App kann man kostenlos testen, ist dann aber auf einen 2 Dokumente beschränkt. In der Bezahlversion für ca. 4 Euro kann man beliebig viele Dokumente undUnterordner erstellen.

Als passenden Stift empfehle ich den Jotpro V2 Stift. Dieser hat die Besonderheit, dass man nicht mit einer dicken, schwarzen Gummikappe schreiben muss, wie bei anderen kapazitiven Stiften, sondern durch eine durchsichtige kleine Scheibe genau sehen kann, wo man gerade schreibt. Das erleichtert exaktes Zeichnen und Schreiben ungemein. Man sollte sich die kleinen, durchsichtigen Kunststoffscheiben als Zubehör auf Vorrat kaufen, da diese sich doch leicht lösen können und leicht verloren gehen.

Der Stift kostet knapp 30 Euro und eignet sich wirklich hervorragend zum Schreiben.

Herzlichen Dank an Jürgen Dorsch für den Beitrag!
Herr Dorsch stellt auf der Website  www.schule-apps.de eine Online-Datenbank mit Bildungsapps bereit.