Archiv für Pädagogik

Erklärvideos erstellen

fliptheclassroom1Erklärvideos sind derzeit in aller Munde, da sie u.a. neue, sehr effektive Unterrichtformen ermöglichen. Die beiden Kollegen Felix Fähnrich und Carsten Thein vom Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium in Durmersheim zeigen dies mustergültig auf ihrer Website „Flip the Classroom„. Die Erklärvideos dienen dazu neue Lerninhalte durch Schülerinnen und Schülern zuhause erarbeiten zu lassen um dann in der zweiten Phase „im Unterricht mehr Zeit für differenzierte Übungen, Vertiefungen und problemorientierte Übungen zu haben“.

Auf ihrer Website wird das Erstellen von Erklärvideos mit der App explain-everything-1ExplainEverything anhand von etlichen kurzen Erklärfilmen und einem Online-Workshop erklärt. Lassen Sie sich überraschen, mit wie wenig Aufwand professionell wirkenden Videos entstehen können.

Hier drei Beispiele:

Demovideo ExplainEverything:

Video aus dem Online-Workshop:

Unterrichtsbeispiel – Erklärvideo Mathematik:

 

 

Portabler Tablet-Halter

Als mobile Alternative zum kürzlich hier besprochenen Belkin Tablet Stage ist nun auch der Belkin Portable Tablet Stage auf dem Markt.
Dieser ist bei einigen Händlern im Sortiment, ich habe ihn für 99 € im AppleStore bestellt und gleich getestet. Das iPad kann in allen Lagen darauf gelegt werden, sowohl als Dokumetenkamera als auch als Schreibpult macht das Ding eine gute Figur.

Insgesamt wirkt der Ständer sehr stabil und ist vor allem sehr mobil!
Zusammen mit der kostenlosen App von Belkin( Stage: Interactive Whiteboard and Document Camera), die es auch für 4,99 als PRO-Version (mit zusätzlichen Funktionen) gibt, scheint mir das für den Einsatz in der Schule, ob stationär oder aus der Ledertasche, sehr gut geeignet zu sein.

Einziger Wermutstropfen: Die Höhe ist nicht verstellbar und mit iPadAir passt eine DinA4-Seite nicht ganz in das Sichtfeld der Kamera.

Dazu könnte ich mir bei Bedarf noch eine LED-Lampe für um die 10 Euro vorstellen. Gibts auch beim Online-Händler…

Das Pädagogische Rad für iPads – ein didaktisches Modell

Allan Carrington hat eine grafische Dastellung entwickelt welche auf der Bloomschen Taxononomie-Skala und auf dem SAMR-Modell von Ruben Puentedura aufsetzt. Damit lässt sich u.a. sehr schön eine Zuordnung wichtiger Apps für den Bildungsbereich zu den einzelnen Taxonomie-Stufen vornehmen.

 

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Das „Padagogy Wheel” setzt die Idee der Motivation und Fähigkeiten optisch ins Zentrum. Dies ist eines der prägnanteren Merkmale als Modell:  das Ineinandergreifen der Technologie, des Denkens und der Motivation der Studierenden. Viele der Misserfolge in #edtech sind Misserfolge der #edtech Integration. Ansätze wie das „Padagogy Wheel” versuchen die Beziehung zwischen den Elementen des „großen Ganzen“ zu verdeutlichen. Es ist von zentraler Bedeutung, die einzelnen Teile – Tablets, Apps, Lernziele, kognitive Handlungen, etc. –in ihrem Zusammenspiel zu betrachten. Ohne diese Vision ist jeder Einsatz von #edtech nutzlos.”

Inzwischen gibt es davon auch ein Plakat in deutsch als CC-Lizenz welches unter http://tinyurl.com/padwheelGERHD in hoher Auflösung für einen Ausdruck auf A2 heruntergeladen werden kann. Herzlichen Dank an Tobias Rademerk von Landesinstitut für Schulentwicklung in Baden-Württemberg und an Prof. Dr. Volmar Langer von der HSW-Hameln für die deutsche Übersetzung.

Unter http://tinyurl.com/padwheelGER ist eine weitere Version für den Computer mit den direkten Verlinkungen der Apps zum App-Store vorhanden.

Lehrerfortbildungsserver: Tablets im Unterricht

In der „Medienwerkstatt“ des Lehrerfortbildungsservers BW steht Lehrerinnen und Lehrern nun die Online-Fortbildungsreihe Tablets im Unterricht zur Verfügung.

Interessierte können sich hier sowohl zur Arbeit mit iOS- als auch mit Android-Geräten informieren. Detailliert werden hier folgende Themen erklärt: Grundfunktionen, Sicherheit, Recherchieren, Dokumentation, Dateimanagement, Kreatives Arbeiten, E-Books erstellen und Präsentieren.

Außerdem steht eine kurze Online-Präsentation zum Download bereit, die ganz allgemein in das Thema „Tablets im Unterricht“ einführt.

In Arbeit sind die Themen „Pädagogische Aspekte“ und „Verwaltung der Geräte“.

 

 

Weitere Unterrichtsideen aus der Schweiz

Eine wahre Fundgrube für Unterrichtsideen mit dem iPad ist das e-Book von Urs Zuberbühler Scherling „iPad – Unterrichtsideen für den Deutschunterricht“. Es gliedert sich in die Kapitel „Schreiben und gestalten“, „Hör- und Leseverstehen“, „Sprechen“ und „Sprache im Fokus“. Viele der Unterrichtsvorschläge sind nicht nur im Deutschunterricht umsetzbar sondern können auch auf andere Fächer übertragen werden, beispielsweise eine QR-Hörrätsel – Ralley, die Erstellung von Audio-Podcasts, Comics, Mindmaps oder die Herstellung von e-Books.

Die meisten der Unterrichtsinhalte sind vom Autor selbst mit seinen Schülern in der Praxis ausprobiert. Das Buch ist keine App-Sammlung oder bietet fertige Anleitungen sondern richtet sich als Ideensammlung an Lehrpersonen, die bereits einige Unterrichtserfahrung mit iPads haben oder sich als Neueinsteiger/innen zumuten, einen eigenen Weg zum Ziel zu finden.

Das Buch ist kostenlos hier zum Download verfügbar und kann mit iBooks auf dem Mac oder iPad und auf dem Computer mit iTunes genutzt werden.

 

„Das iPad im Musikunterricht“ – eine Arbeit von Stefan Gisler

Ist das iPad ein Spielzeug für Technikverliebte, ein hilfreiches Werkzeug für Lehrpersonen und SuS oder der Beginn einer neuen Lernkultur?

Stefan Gisler beschreibt in seiner Arbeit seine Erfahrungen mit dem iPad im Musikunterricht an einer privaten Sekundarschule in der Schweiz. Alle 70 Schülerinnen und Schüler hatten dabei ein iPad zur Verfügung.

Der Musiklehrer zeigt die vielfältigen Möglichkeiten der kreativen Unterrichtsgestaltung mit dem iPad für Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler. Er beschreibt sehr detailliert nützliche Apps, gibt Tipps für die Unterrichtspraxis und reflektiert das eigene Vorgehen.

Die PDF-Version kann hier heruntergeladen werden (Das Original ist ein iBook, Interessenten der iBook Version können den Link zum Download beim Autor erhalten: contact ( at ) stefangisler.com).

Auf seinem Blog stellt Stefan Gisler Apps vor und stellt Informationen zum Thema „Neue Medien im Unterricht“ zur Verfügung

 

 

„Tablets in der Schule“ ein Erfahrungsbericht aus Bremerhaven

BremerhavenIn Kooperation des Medienzentrums Bremerhaven und der Abendschule entstand 2010 die Idee eines „fliegenden Computerraumes“ um den medialen Bedarf der Abenschule flexibel zu decken. Seitens des Medienzentrums bot diese Zusammenarbeit die Möglichkeit iPads als neue Werkzeuge im Unterricht auf ihre Tauglichkeit zu prüfen.

Lesen Sie hier den Erfahrungsbericht aus Bremerhaven.

Die erfahrenen Kollegen Norbert Arnold und Andreas Froberg haben uns diesen tollen Bericht zur Verfügung gestellt.
Vielen herzlichen Dank dafür nach Bremerhaven.

 

Zeitschrift „Lehren & Lernen“ – Heft 8/9 2013: Lernen mit Tablet-Computer

Das in einen vorherigen Blogbeitrag vorgestellte iBook „Mobiles Lernen in der Schule“ von Frank Thissen u.a. bietet einen hervorragenden Überbick über die Möglichkeiten des iPad-Einsatzens in Schulen. Allerdings haben wir festgestellt, dass v.a. Entscheidungsträger, wenn es um die Anschaffung von neuen Geräten geht, oftmals kein iPad besitzen und somit die Informationen gar nicht abrufen können.

Deshalb hier der Hinweis aus das sehr informative Heft 8/9 2013 der Zeitschrift Lehren & Lernen des Neckar-Verlags mit folgenden Beiträgen:

Forschungsbericht und Praxisbeispiele

  • Stand der Forschung
  • Individualisiertes Lernen
  • Mobiles Lernen mit offenen Materialien
  • Tablets in der Förderschule
  • Unterrichtsbeispiele aus den Bereichen Sach- und Sprachenunterricht, Musik, Chemie und Kunst
  • Wie Lehrer und Eltern gewonnen werden
  • Technische und urheberrechtliche Voraussetzungen für das Arbeiten mit Tablets

Dieses Heft ist zu kann hier zum Preis von 11 Euro bestellt werden

 

Ergänzung:

Für alle, die kein iPad zum Lesen des iBooks „Mobiles Lernen in der Schule“ von Frank Thissen u.a. haben gibt es jetzt eine Möglichkeit dieses Buch auch als kostenloses PDF herunter zu laden.

 

 

Eucharistie – Schüler erstellen ein eigenes iBook

In einem Blogbeitrag des Kaiserin-Augusta-Gymnasiums in Köln zeigt Andre Spang auf, wie er mit seinen Schülerinnen und Schülern der Klasse 8 im Fach Religion das Thema Eucharistie als iBook umgesetzt hat. Neben der fachlich inhaltlichen Seite haben die Schülerinnen und Schüler dabei jede Menge an Medienkompetenz gelernt.

Das iBook stellt eine freie Bildungsressource (OER-Open Educational Resources) dar, die unter Creative Commons Lizenz cc-by-sa 3.0 steht. Alle darin enthaltenen Texte, Bilder und Medien sind von den Schülerinnen und Schülern selbst erstellt oder stammen, so gekennzeichnet, ebenfalls aus Creative Commons Quellen. Sie können das Book frei nutzen, verändern und unter gleichen Bedingungen weitergeben. Das Buch kann über den Bolg der KAS im iBook-Format für die iPads oder aber auch im PDF-Format heruntergeladen werden.

Direktlink zum Download

In einem zweiten Blogbeitrag der KAS zeigt Andre Spang auch seinen Workflow von der Texterstellung über ein Schul-Wiki bis hin zur Umsetzung mit der iPad-App Creative Book Builder im eBook-Format bzw. mit dem leistungsfähigeren kostenlosen Programm iBooksAuthor durch eine Redaktionsgruppe auf.

Beachtenswert finden wir die Möglichkeit, dass das iBook mit dem Safari-Browser über einen Link zu einem Dropbox-Account heruntergeladen und dann sofort in iBooks auf dem iPad geöffnet werden kann. Es muss also nicht der umständliche Weg über den iBook-Store gewählt werden.

 

Das iPad als interaktiver Whiteboardersatz

Nach Doceri habe ich noch eine weitere App entdeckt, mit dem man das iPad sehr gut in ein interaktives Whiteboard verwandeln kann: Dieses Programm heißt Goodnotes  und ist eigentlich eine Notiz-App, mit der man handschriftlich zeichnen, schreiben und malen kann. Neben den verschiedensten Werkzeugen wie Formenerkennung, verschiedenen Strichstärken und Farben ist das besondere, dass man den Bildschirm, auf dem man arbeitet, komplett von dem, was die Schüler sehen, trennen kann. Der Lehrer definiert so einen Ausschnitt für die Schüler, kann aber beliebig weit in einen Bereich zoomen, um sehr exakt mit dem Stift arbeiten zu können.

Weitere schöne Funktionen sind:

  • Dropbox Synchronisation
  • Handballenschutz
  • PDF-Export
  • viele schöne Vorlagen (liniert, kariert und eigene)
  • direkte Kamera-Integration, um beispielsweise Arbeitsblätter abzufotografieren

Die App kann man kostenlos testen, ist dann aber auf einen 2 Dokumente beschränkt. In der Bezahlversion für ca. 4 Euro kann man beliebig viele Dokumente undUnterordner erstellen.

Als passenden Stift empfehle ich den Jotpro V2 Stift. Dieser hat die Besonderheit, dass man nicht mit einer dicken, schwarzen Gummikappe schreiben muss, wie bei anderen kapazitiven Stiften, sondern durch eine durchsichtige kleine Scheibe genau sehen kann, wo man gerade schreibt. Das erleichtert exaktes Zeichnen und Schreiben ungemein. Man sollte sich die kleinen, durchsichtigen Kunststoffscheiben als Zubehör auf Vorrat kaufen, da diese sich doch leicht lösen können und leicht verloren gehen.

Der Stift kostet knapp 30 Euro und eignet sich wirklich hervorragend zum Schreiben.

Herzlichen Dank an Jürgen Dorsch für den Beitrag!
Herr Dorsch stellt auf der Website  www.schule-apps.de eine Online-Datenbank mit Bildungsapps bereit.