Archiv für 28. Februar 2012

Daten austauschen (Teil 1) – iTunes

Wie gelangen vom Lehrer vorbereiteten Arbeitsblätter auf die iPads der Schüler? Oder aber auch in die andere Richtung – wie gelangen die von den Schülern erstellten Ergebnisse (Präsentationen, Fotos, Videos, Audiodateien) von den Devices zu einem anderen Speicherort? Der vom PC her gewohnte Weg über USB-Sticks oder aber über ein „klassisches“ Netzlaufwerk funktioniert bei den iPads nicht, da die Daten nicht frei wählbar in einem Home-Verzeichnis sondern direkt innerhalb der jeweiligen Programmverzeichnisse abgelegt werden. Da das Betreibssystem der iPads ein abgeschlossenes, vor Manipulationen geschützes System ist, sind die dort abgelegten Daten aber nicht über einen Dateibrowser aufindbar.

In den nächsten Wochen wollen wir in mehreren Blogbeiträgen die Möglichkeiten des Datenaustausches aufzeigen. Die allgemein gültige Universallösung gibt es dabei nicht, da bei den verschiedenen Apps jeweils unterschiedliche Möglickeiten des Transfers angeboten werden. Der Datenaustauch über E-Mail funktioniert meistens, ist aber in der Schule oftmals nicht praktizierbar da bisher kaum individualiserte, d.h. speziell einem Schüler zugeordnete Pads mit einem personalisierten Mailaccount existieren.

Datenaustausch via iTunes:

Bei unseren iPad-Klassenkoffern, die wir in Schulen einsetzen ist neben einem WLAN-Router auch immer ein MacBook (od. Laptop) mit installiertem iTunes mit dabei. Als Datenaustauchmöglichkeit v.a. bei den Apple-eigenen Anwendungen (Pages,Keynote, Numbers, iMovie oder Garageband) ist der Austauchs via iTunes als eine Option vorgesehen. Dabei ist der Datentranfer über USB-Kabel oder aber über WLAN möglich (Zur Aktivierung der WLAN-Option muss das iPad einmalig über das USB-Kabel mit iTunes verbunden werden und dort unter Geträte-Übersicht-Optionen ein Häkchen bei „über WLAN synchronisieren“ gesetzt werden).

Bei angeschlossenem iPad findet man in iTunes den Bereich der Dateifreigabe beim Reiter „Apps“ unterhalb der Darstellung des Home-Bildschirms.
Eine genaue Beschreibung des Verfahrens finden Sie  hier.
Dem Lehrer kommt bei dieser Methode ein koordinierende Rolle zu – er teilt die Dateien auf die Schülergeräte aus bzw. speichert die Schülerergebnisse ab.

Achten Sie bitte unbedingt darauf, dass Sie das Häkchen bei „Apps synchronisieren“ unbedingt entfernen, denn sonst  werden u.U. die auf den iPads vorhandenen Apps mit gelöscht. Das selbe gilt für die Bereiche Musik, Filme und Bilder. Synchronisieren Sie nur das was Sie wirklich austauschen wollen.

In einem der nächsten Blogbeiträge werden wir den Datenaustausch in der „Cloud“ via Dropbox vorstellen.

Eichelgartenschule – iPads in der Grundschule

Die Eichelgartenschule in Karlsruhe macht es vor und zeigt wie iPads gewinnbringend in der Grundschule eingesetzt werden können.

In ihrem Blog Eichelgartenschule-aktiv.de berichten sie von ihren Erfahrungen. Das Projekt „erkundet die Möglichkeiten der sinnvollen und angemessenen Nutzung von iPads in der Grundschule. Dabei werden Konzepte zum Einsatz der Geräte in verschiedenen Klassenstufen und Fächern erarbeitet, umgesetzt und evaluiert. Die Ergebnisse werden einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.“ Wissenschaftlich wird ihre Vorgehensweise von Prof. Dr. Frank Thissen von der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart begleitet.

Auch wir sind davon überzeugt, dass die iPads v.a. in der Grundschule eine zukunftsträchtige Möglichkeit bei der Medienarbeit mit Kindern darstellen und neue Wege des Lernens eröffnen.

Ein dickes Lob von uns an die Eichelgartenschule – macht weiter so!

Bei  redaktionzukunft ist ein Videointerview mit Prof. Thissen zum iPad-Einsatz in der Grundschule abzurufen.

Pages – Arbeitsblätter gestalten und einsetzen

Diese App gehört zur Grundausstattung –
Pages ist das Textverarbeitungsprogramm des iPads. Damit schreiben Schüler ihre Texte und Notizen.

Pages-Dokumente sind auch Arbeitsblätter in die Schüler nicht nur ihre Antworten eintragen sondern auch direkt multimediale Elemente (mit dem iPad erstellte Fotos, Videos oder Audios) einfügen können.

Auf den Seiten von   sind einige Beispiel für gelungene Arbeitsblätter zu finden (Hinweis: Mit einem Klick auf das jeweilige Arbeitsblatt wird dieses zunächst im Safari-Browser geöffnet. Von dort aus kann es dann mit Pages geöffnet werden).

So gestaltete Arbeitsblätter wirken einfach motivierend! Herzlichen Dank an Jan Ulmer für das wunderschöne Design dieser Arbeitsblätter.

Ausführliche Beschreibung im App-Store

Preis: 7,99 €

 

Lernen mit Begeisterung – Videoclips zu Rechtsformen von Unternehmen

Allein durch den Einsatz von ipads im Unterricht, der fachunabhängig und mit unterschiedlichem Zeitaufwand erfolgen kann, sind Schüler mit hoher Motivation dabei.

Eine freie Aufgabenstellung z.B. wichtige Unterrichtsinhalte mit iMovie in Gruppenarbeit festzuhalten, lässt Schüler sehr kreativ werden. Die Schüler versuchen die Probleme, die während dem Bearbeiten auftreten, sofort und vor allem gemeinsam zu lösen.

Beispielhaft sind hier einige Fragen, die während eines Projektes entstanden sind, aufgeführt:

Wie stellen wir den Inhalt am besten dar? → Zeichnungen, Fotos, Interviews, Trickfilm mit Legosteinen 

Wie gelangt man zu Internetinhalten? → mit Smartphones können Hotspots eingerichtet werden, über diese dann die iPads Internetzugang erhalten.

Welche Musik, Videos sind urheberrechtlich zu verwenden?
→ alle, die mit einer CC Lizenz versehen sind.

Schüler setzen sich selbständig mit Inhalten auseinander, erwerben mit ihrer Arbeit Medienkompetenz und Sozialkompetenz.

Link zu Video-Beispielen aus dem Neigungsfach Wirtschaft am BNZ-Gymnasium Reutlingen

WLAN in der Schule

Krish Dulal, Lizenz:CC-BY-SA-3.0

Internetzugang mit iPads setzt zwingend einen WLAN-Zugang voraus. Aber auch etliche schulisch relevante Apps benötigen Internetzugang.

WLAN im Schulgeäude ist für viele immer noch ein Reizwort. Mit der Zunahme der Tablets wird dieses Thema aber immer wichtiger. Unsere Vorschlag soll eine kostengünstige Möglichkeit für einen temporären WLAN-Zugang aufzeigen (ohne permanente Strahlenbelastung, was  von den Kritikern immer wieder angeführt wird).

Bei unserer mobilen Kofferlösung mit 8 iPads (separater Blog-Beitrag folgt) wird auch ein kleiner WLAN-Router mit enthalten sein. Dieser wird dann mit dem im Klassenzimmer hoffentlich vorhandenen LAN-Anschluss verbunden. Bei den meisten Netzwerkslösungen in Schulen muss zuvor allerdings einmalig die MAC-Adresse des Routers in die Liste der zugelassenen Geräte eingetragen werden. Die iPads wurden so konfiguriert, dass sie sich automatisch mit diesem verschlüsselten WLAN verbinden. Das Passwort für den WLAN-Zugang liegt somit nicht offen und kann von Schülern auch nicht für andere Zwecke missbraucht werden.

Nach der Unterrichtsstunde werden die Pads wieder eingesammelt, der Router vom Netz getrennt und zurück in den Koffer gelegt. Die mobile iPad-Kofferlösung steht wieder für den Einsatz in einem anderen Klassenzimmer bereit.

Übrigens: Wenn wir nicht über WLAN-Lösungen in Schulen nachdenken werden wir von kreativen Schülern überholt: Bei uns z.B. haben Schüler während eines Unterrichts mit iPad-Einsatz (ohne WLAN in der Schule!) innerhalb einer Minute über die Privat-Hotspot-Funktion ihrer Smartphones einen Internetzugang auf den Pads hergestellt (was so natürlich nicht der Schulordnung entsprach).

 

Google Übersetzer auch als App verfügbar

Googles Übersetzer für das iPad – eine Erweiterung für den Wörterbucheinsatz im Fremdsprachenunterricht?

Mit der App Google Übersetzer bekommt man nun die Übersetzungsmöglichkeit für 63 Sprachen direkt auf dem iPad zur Verfügung gestellt. Bei 17 davon kann die Eingabe auch gesprochen über das interne Mikrofon erfolgen. Die Sprachausgabe der Übersetzungen funktioniert bei 24 Sprachen. Derzeit verfügbar laut App-Beschreibung:

Afrikaans, Albanisch, Arabisch, Armenisch, Aserbaidschanisch, Baskisch, Bulgarisch, Chinesisch (traditionell), Chinesisch (vereinfacht), Dänisch, Deutsch, Englisch, Estnisch, Filipino, Finnisch, Französisch, Galizisch, Georgisch, Griechisch, Gujarati, Haitianisch, Hebräisch, Hindi, Indonesisch, Irisch, Isländisch, Italienisch, Japanisch, Jiddisch, Kannada, Katalanisch, Koreanisch, Kroatisch, Latein, Lettisch, Litauisch, Makedonisch, Malaiisch, Maltesisch, Niederländisch, Norwegisch, Persisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Schwedisch, Serbisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Suaheli, Tamilisch, Telugu, Thailändisch, Tschechisch, Türkisch, Ukrainisch, Ungarisch, Urdu, Vietnamesisch, Walisisch, Weißrussisch

Preis: gratis

Ausführliche Beschreibung der Möglichkeiten im App-Store

Ein ganzes Orchester nur mit iPads und iPhones?

Es ist kaum zu glauben, aber es geht! Das DigiEnsemble Berlin macht es vor! Ob klassisches Streichorchester oder Heavy Metal – alles ist möglich.

Überzeugen Sie sich selbst!

Weitere Beispiele und Tipps wie man es macht gibt es auf der  Website von DigiEnsemble und ihrem  Blog.

In Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein werden bereits erste Workshops für Schulmusiker und Schulorchester angeboten.

Die erste Schule aus Baden-Württemberg, die uns ein Video mit einem Schülerensemble zur Verfügung stellt, welches ein Musikstück nur mit Smartphones und Tablets spielt erhält von uns eine Anerkennung.


Keine Angst und Panik – wir wollen Jugendliche nicht vom klassischen Erlernen eines Instruments abhalten. Ganz im Gegenteil – wer sein Smartphone so berherrscht, muss auch ein echtes Musikinstrument spielen können. Matthias Krebs erklärt im folgenden Video sehr gut, warum er dieses musikalische Experiment an der Universität der Künste, Berlin ins Leben gerufen hat.

 

Digitale Schulbücher

Die deutschen Bildungsmedienverlage wollen auf der Bildungsmesse didacta  vom 14.2 – 18.2. 2012 eine erste Version der „Digitalen Schulbücher“ vorstellen. Verkaufsstart soll dann zu Beginn des Schuljahres 2012/13 sein.
Die Plattform soll auf Flash basieren – für iOS5 soll es aber auch eine HTML5-Version geben.

Wir sind gespannt, ob dies der große Wurf nach vorne sein wird und ein Arbeiten ermöglicht, so wie wir Pädagogen uns das vorstellen.

Weitere Informationen wird es  hier geben.