Archiv für 28. Oktober 2012

CloudFTP – eine Anleitung

Über die Vorzüge von CloudFTP berichteten wir bereits in unserem letzten Artikel.

Thomas Hoehling vom Medienzentrum Mosbach hat eine Anleitung geschrieben und sie uns zur Verfügung gestellt. Er beschreibt darin folgende Bereiche:

– CloudFTP konfigurieren

– Eine Datei vom Wechseldatenträger auf das iPad bringen

– Exemplarisch: Eine Präsentation auf den Wechseldatenträger speichern

 

.         Download als PDF

 

Herzlichen Dank!

 

Daten austauschen (5) – CloudFTP

Dank CloudFTP sind wir bei dem leidigen Thema des drahtlosen Datenaustausches zwischen den Schüler-iPads und einer zentralen lokalen Speichereinheit einen entscheidenden Schritt weiter gekommen.

CloudFTP ist eine akkubetriebene Box, welche als FTP-Server fungiert. Daran lassen sich USB-Speichermedien (USB-Sticks oder USB-Festplatten) anschließen. Sie baut ein adhoc-WLAN auf oder lässt sich in ein bestehendes Drahtlos-Netz integrieren, über das alle Devices auf die angeschlossene Festplatte zugreifen können.

Die Funktionalität wird sehr gut in dem Video von ROSENKRIEGER360 beschrieben:

Seit dem neuestem Updade der Apple-Apps „Pages“, „Keynote“ und „Numbers“ ist jetzt auch möglich Dateien von diesen Apps auf einem USB-Speicher abzulegen, ohne über die im Schulbereich umstrittene iCloud-Lösung gehen zu müssen.

Diese Apps bieten jetzt die Möglichkeit an, Dateien an eine andere App (in diesem Fall Goodreader) zu übergeben. Goodreader kann wiederum mit dem Cloud-FTP-Server kommunizieren und die Daten vom iPad auf den Speicher hochladen. (Zuerst in den Einstellungen / WLAN mit CloudFTP verbinden). Hier eine Anleitung. Noch einfacher ist der umgekehrte Weg, bei dem z.B.der der Lehrer den Schülern ein Arbeitsblatt auf dem FTP-Server zur Verfügung stellt. Die Schüler müssen in diesem Fall nur „cloudftp“ im Safari-Browser eingeben oder alternativ die IP des CloudFTP-Servers – beim adhoc-Netzwerk 192.168.0.1. Damit hat man Zugriff auf die Verzeichnisse des angeschossenen Speichemediums und kann die Datei im Browser öffnen bzw. es erscheint ein Auswahlmenü, bei dem man festlegen kann, mit welcher App die Datei geöffnet werden soll.

Das Schöne daran ist, dass die Funktionalität von CloudFTP nicht auf iOS-Geräte beschränkt ist. Ein Datenaustausch ist auch mit Andriod-Geräten oder Laptops möglich.

Die CloudFTP-Box gehört zukünftig zur Standardaussttung unserer iPad-Koffer! Ein eigener Test hat uns überzeugt.

CloudFTP kostet ca. 99 € und ist u.a. über amazon zu beziehen.

Das iPad als drahtlose Dokumentenkamera

Ähnlich wie beim Einsatz als interaktives Whiteboard, wird auch beim Einsatz des iPads als Dokumentenkamere das Bild drahtlos mittels Airplay zum Beamer übertragen. Hierzu benötigt man neben einem iPad 3, wieder das Apple TV und einen HDMI-fähigen Beamer oder Monitor.

Mit eingeschalteter Kamerafunktion überträgt das iPad nun Bilder live, wie eine Dokumentenkamera zum Beamer. Die Bildqualität ist durchaus vergleichbar mit klassischen Dokumentenkameras. Um das iPad im richtigen Abstand zum Dokument zu halten, haben wir eine Halterung gebaut, in der das iPad sogar höhenverstellbar ist, somit kann man optisch zoomen. Die Auflösung der Kamera des iPad 3 ist jedoch so gut, dass man auch einfach mit 2 Fingern digital zoomen kann, ohne merkbaren Qualitätsverlust beim Bild.

Die Halterung kann man sich für ca. 50 Euro selbst bauen.

Mit der passenden App boardcam kann man das Kamerabild auch beschriften, dabei liegt eine Art digitale Folie über dem Bild. Das Programm verfügt über rudimentäre Grafikfunktionen zum Zeichnen und über einen virtuellen Laserpointer, den man aktiviert, in dem man etwas länger den Bildschirm mit dem Finger berührt. Man kann natürlich auch mit der eingebauten Kamera-App arbeiten, wenn man auf digitales Beschriften verzichten kann.

Der Vorteil gegenüber einer normalen Dokumentenkamera besteht in den erweiterten Möglichkeiten auch digital zu beschriften und die Möglichkeit völlig kabellos zu arbeiten.

Auch wenn das iPad keine Lampe hat, sind die Ergebnisse auch bei schlechtem Licht relativ gut.

Herzlichen Dank an Herrn Jürgen Dorsch für den Beitrag!
Herr Dorsch stellt auf der Website  www.schule-apps.de eine Online-Datenbank mit Bildungsapps bereit.

 Originalbeitrag

Das iPad als interaktives Whiteboard im Unterricht

Kann das iPad in Verbindung mit einem Beamer oder einem Großbildschirm als interaktives Whiteboard dienen? Wir haben die kostenlose Software doceri getestet. Diese Software erlaubt es, ähnlich wie bei interaktiven Whiteboards (z.B. SMART, Promethean, Hitachi usw) mit einem Stift auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm zu schreiben und zu zeichnen.

Für die drahtlose Übetragung des Bildes vom iPad zum Beamer / Großmonitor werden folgende Geräte benötigt:

  • iPad ab Version 2 (ab ca. 380 Euro) wir empfehlen iPad 3 wegen der besseren Kamera (ab 500 Euro)
  • Beamer oder Großmonitor mit HDMI-Anschluss
  • Apple TV Box (ca. 100 Euro)
  • Wlan muss im Raum verfügbar sein
  • die App doceri (kostenlos im Appstore)
  • kapazitiver Stift (Stylus) am besten mit Zusatzfunktionen Originalstift für die Software

Es können typische Tafelhintergründe verwendet werden, verschiedene Stifte, Linien und Formen, jeweils mit auswählbaren Farben, Linienarten, Radiergummie usw.

Mit der eingebauten Kamera kann man direkt Fotos in seine Tafelbilder einfügen. Tafelaufschriebe werden gespeichert und wie eine Art Video gespeichert, in einer Zeitleiste lässt sich die Entwicklung des Aufschriebes punktgenau zurückverfolgen und wie in einem Film an jede beliebige Stelle spulen. Die Tafelaufschriebe können auch wie Videotutorials gespeichert werden und z.B. an Schüler als Video oder als PDF verschickt werden.

Vorteile gegenüber einem echten, großen whiteboard:

  • Die Kalibrierung des boards fällt weg.
  • der Lehrer kann immer in Blickrichtung zu den  Schülern arbeiten und muss ihnen beim Schreiben nicht den Rücken zuwenden.
  • keine Schattenwurf, man kann an einer beliebigen Stelle im Raum stehen
  • es muss nicht der Schüler zum Board kommen, das Board (iPad) kann dem Schüler gegeben werden, um z.B. seinen Hefteintrag / Tafelanschrieb am Beamer zu zeigen.
  • viel geringere Kosten
  • kein langwieriges Hochfahren eines Computers notwendig
  • keine umständliche Verkabelung nötig
  • gemeinsam mit der Desktop-Version von Doceri können sämtliche Inhalte eines normalen Computers am iPad dargestellt und gesteuert werden (kostenpflichtige Version)

Nachteile gegenüber einem echten, großen Whiteboard

  • weniger Schreibfläche pro Seite als bei einem großen board, es können aber beliebig viele Seiten erstellt werden.
  • kein direkter Zugriff vom iPad auf das Schulnetz, nur über die kostenpflichtige Desktop Version

Fazit:

Wir finden die Möglichkeit faszinierend, einen großen Teil der Funktionen und Möglichkeiten eines interaktiven Whiteboards auf so günstige und einfache Weise realisieren zu können. Besonders gefallen hat uns, dass man mit dem iPad und dem Stift in der Hand den Schülern immer zugewandt sein kann. Die Möglichkeiten sind für die meisten Tafelanschriebe völlig ausreichend, das System ist sehr schnell im Unterricht einsetzbar, ein langwieriges Hochfahren des PCs, Benutzeranmeldung, ggf. Kalibrierung usw. fällt weg, das spart viel Zeit und Nerven im Untericht.

Herzlichen Dank an Herrn Jürgen Dorsch für den Beitrag!
Herr Dorsch stellt auf der Website  www.schule-apps.de eine Online-Datenbank mit Bildungsapps bereit.