Archiv für 15. Dezember 2012

Tablet-Dokumentenkamera – die passende Halterung

Vor einiger Zeit haben wir die Idee vorgestellt, mit einer teilweise selbst gebastelten Halterung mit dem iPad eine Dokumentenkamera zu realisieren. Inzwischen haben wir bei Amazon eine Halterung für ca. 43 Euro gefunden, die unseren Bedürfnissen voll und ganz entspricht.

Ähnlich wie beim Einsatz als interaktives Whiteboard, wird auch beim Einsatz des iPads als Dokumentenkamere das Bild drahtlos mittels Airplay zum Beamer übertragen. Hierzu benötigt man neben einem iPad wieder das Apple TV und einen HDMI-fähigen Beamer oder Monitor. Mittels HDMI zu VGA-Adapter kann man auch ältere Beamer verwenden.

Mit eingeschalteter Kamerafunktion überträgt das iPad nun Bilder live, wie eine Dokumentenkamera zum Beamer. Die Bildqualität ist durchaus vergleichbar mit klassischen Dokumentenkameras.  Die Auflösung der Kamera des iPad ab Version 3 ist  so gut, dass man auch einfach mit 2 Fingern digital zoomen kann, ohne merkbaren Qualitätsverlust beim Bild. Natürlich kann man, um verlustfrei zu zoomen, auch das iPad näher an das Objekt bewegen, hier kann man erstaunliche Vergrößerungen realisieren. Die Halterung ist hierfür flexibel genug.

Mich erinnert diese Halterung an die Schreibischlampen aus meiner Jugend, wahrscheinlich wurde auch lediglich der Lampenkopf gegen eine universelle Tablethalterung getauscht. Universell heißt, dass man die Klemmung sehr weit verstellen kann, sodass z.B. auch das iPad mini oder andere Tablets verwendet werden können. Auch muss die Schutzhülle nicht abgenommen werden, das ist sehr praktisch.

Auch die Federspannung und die Schraubenklemmungen können an die verschiedenen Gewichte der unterschiedlichen Tablets angepasst werden.

Die Halterung lässt sich in alle möglichen Richtungen drehen und verschiedene Winkel einstellen, sodass sie auch ideal als Stativ für Foto – und Filmaufnahmen verwendet werden kann.

Die Klemmung am Tisch funktioniert sehr gut, allerdings sollte die Stelle, an der festgeklemmt wird, nicht mehr als 5 cm dick sein, weil sich die Klemmhalterung nicht beliebig weit öffnen lässt.

Die Qualität der Kamera ist auch bei schlechter Beleuchtung noch recht gut, sodass man damit problemlos eine herkömmliche Dokumentenkamera ersetzen kann. Eine zusätzliche Beleuchtung könnte man, falls die Halterung z.B. Schatten wirft, durch eine kleine Stehlampe oder durch LED-Lämpchen realisieren.

Danke an Ulf für den Tipp.

Herzlichen Dank an Jürgen Dorsch für den Beitrag!
Herr Dorsch stellt auf der Website  www.schule-apps.de eine Online-Datenbank mit Bildungsapps bereit.

Apple Configurator: Kauf und Installation von Apps

Immer mehr Schulen und Medienzentren nutzen die Vorteile des Apple Configurator, um ihre iPads zu verwalten. Das kostenlose Programm läuft auf jedem Apple-Rechner (iMac oder MacBook) und erleichtert die Administration der  iPads und die Verwaltung der Lizenzen ungemein. Es gibt eine ausführliche Beschreibung und eine umfangreiche Online-Hilfe. Dennoch: wir werden hier in loser Folge Kurzanleitungen für Administratoren einstellen, die in sehr komprimierter Weise auf die speziellen Bedürfnisse im schulischen Kontext eingehen. Hier eine Kurzanleitung zu Kauf und Installation von Apps, erstellt vom KMZ Tauberbischofsheim.

iPad und Flash

Puffin

iOS unterstützt kein Flash. Dies wird von vielen als Schwachpunkt der Apple-Produkte gesehen. Abgesehen davon, dass HTML5 moderner ist und auch immer mehr Mediendaten in diesem Format vorliegen, gibt es dennoch eine Möglichkeit, Flash auch auf dem iPad zu nutzen.
Die Apps gehen dabei alle nach dem gleichen Prinzip vor: Es handelt sich immer um den Fernzugriff auf einen Rechner, der mit Flash umgehen kann. Das kann ein anderer Rechner im gleichen WLAN sein (z.B. Flash Video Web Browser von Splashtop) oder ein Server in den US (z.B. Puffin, Photon, Skyfire). Dies bedeutet, dass sich Animationen und Audiodateien in guter Qualität wiedergeben lassen, während bei Videos und manchen Spielen deutliche Qualitätseinbußen zu sehen sind. (leichtes Ruckeln, kein Vollbildmodus). Dennoch für den Einsatz im Unterricht oder zum Selbstlernen durchaus genügend.
Es handelt sich bei den vier von mir getesteten „Browsern“ jeweils um kostenpflichtige Apps, wobei „Puffin“ als „Puffin free“ zunächst 14 Tage kostenlos ausprobiert werden kann, bevor derzeit 2,69€ fällig werden. Die anderen beiden schlagen mit je 4,49€ zu Buche.

Apple TV per Software simulieren

Bild auf dem Computer mit "Rand"

Nicht jeder möchte die 100 Euro für ein Apple TV ausgeben, außerdem gibt es in vielen Unterrichtsräumen bereits einen Computer mit Beamer, jedoch ohne HDMI.

Wie kann man nun trotzdem und ohne größeren (finanziellen) Aufwand die drahtlose Bildübertragung vom iPad zum Beamer (Airplay) realisieren?

Eine Möglichkeit ist das Programm „reflectionapp“. Diese Software simuliert quasi auf einem PC (oder auch Mac) ein Apple TV. Das iPad erkennt dann den Computer als Apple TV und streamt den Bildschirminhalt dort hin. Voraussetzung ist, dass sich das iPad und der Computer im gleichen Netzwerk befinden.

Wenn das Wlan ausreichend stark und das Netzwerk schnell ist, klappt das in der Regel sehr gut. Man kann die Software vorher ausprobieren, mit der Einschränkung, dass die Bildübertragung in der Testphase nach einer Weile unterbricht. Der vorherige Test ist aber wichtig, weil bei langsamen Netzwerken das Bild nur sehr ruckelig übertragen wird.

Die Software kostet in der Vollversion ca. 11,50 Euro als Einzellizenz, 5 Lizenzen schlagen mit 38 Euro zu Buche.

Eine sehr günstige Möglichkeit, Airplay zu realisieren, wenn man nicht einen neuen HDMI Beamer anschaffen möchte und das Apple TV als Hardware nicht kaufen will. Der Nachteil ist natürlich, dass man den Rechner immer hochfahren muss, um die Technologie zu nutzen

Hier der link zum Hersteller

Wer schon ein Apple TV gekauft hat, aber am Beamer keinen HDMI-Anschluss hat, der kann mit einem Konverter von HDMI zu VGA arbeiten. An diesem Kästchen kann das Apple TV und der VGA-Beamer angeschlossen werden. Auch der Ton kann an einer Buchse abgegriffen werden.

Dieser Konverter arbeitet sehr gut, einzig das ausgegebene Seitenverhältnis stimmt manchmal nicht ganz und muss ggf. in den Einstellungen über den Beamer korrigiert werden.

 

Herzlichen Dank an Jürgen Dorsch für den Beitrag!
Herr Dorsch stellt auf der Website  www.schule-apps.de eine Online-Datenbank mit Bildungsapps bereit.