WLAN in der Schule

Krish Dulal, Lizenz:CC-BY-SA-3.0

Internetzugang mit iPads setzt zwingend einen WLAN-Zugang voraus. Aber auch etliche schulisch relevante Apps benötigen Internetzugang.

WLAN im Schulgeäude ist für viele immer noch ein Reizwort. Mit der Zunahme der Tablets wird dieses Thema aber immer wichtiger. Unsere Vorschlag soll eine kostengünstige Möglichkeit für einen temporären WLAN-Zugang aufzeigen (ohne permanente Strahlenbelastung, was  von den Kritikern immer wieder angeführt wird).

Bei unserer mobilen Kofferlösung mit 8 iPads (separater Blog-Beitrag folgt) wird auch ein kleiner WLAN-Router mit enthalten sein. Dieser wird dann mit dem im Klassenzimmer hoffentlich vorhandenen LAN-Anschluss verbunden. Bei den meisten Netzwerkslösungen in Schulen muss zuvor allerdings einmalig die MAC-Adresse des Routers in die Liste der zugelassenen Geräte eingetragen werden. Die iPads wurden so konfiguriert, dass sie sich automatisch mit diesem verschlüsselten WLAN verbinden. Das Passwort für den WLAN-Zugang liegt somit nicht offen und kann von Schülern auch nicht für andere Zwecke missbraucht werden.

Nach der Unterrichtsstunde werden die Pads wieder eingesammelt, der Router vom Netz getrennt und zurück in den Koffer gelegt. Die mobile iPad-Kofferlösung steht wieder für den Einsatz in einem anderen Klassenzimmer bereit.

Übrigens: Wenn wir nicht über WLAN-Lösungen in Schulen nachdenken werden wir von kreativen Schülern überholt: Bei uns z.B. haben Schüler während eines Unterrichts mit iPad-Einsatz (ohne WLAN in der Schule!) innerhalb einer Minute über die Privat-Hotspot-Funktion ihrer Smartphones einen Internetzugang auf den Pads hergestellt (was so natürlich nicht der Schulordnung entsprach).

 

6 comments

  1. Joachim sagt:

    Hallo,
    wir planen nach unserer Sanierung ein flächendeckendes WLAN einzurichten. Hat jemand Erfahrung mit einem Professionellem WLAN und was das in etwa kostet?
    Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein?
    Danke für Info´s
    Joachim

  2. Thomas sagt:

    iPads und Tablets im Allgemeinen sind tolle Geräte die neue Möglichkeiten des Lernens in der Schule bieten.

    Jede Technik bietet Vor- und Nachteile.

    Zur zunehmenden Belastung durch elektromagnetische Felder trägt WLAN nach dem Handy, Mobilfunkmasten und DECT Telefonen bei.

    Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit schreibt über die gesundheitlichen Auswirkungen von WLAN:
    „Langzeit- und nicht-thermische Auswirkungen sind zurzeit noch ungenügend erforscht.“

    Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz rät zur Vorsorge und „empfiehlt, die persönliche Strahlenbelastung durch hochfrequente elektromagnetische Felder zu reduzieren, um etwaige gesundheitliche Risiken möglichst gering zu halten“,

    „Bevorzugen Sie herkömmliche Kabelverbindungen, wenn auf den Einsatz von Bluetooth- oder WLAN-Lösungen verzichtet werden kann.“
    http://www.bfs.de/de/bfs/publikationen/broschueren/elektromagnetische_felder/moderne_kommunikation/Bluetooth_WLAN.html

    Der Europarat fordert in seiner Resolution 1815 (2011) Schulen sollten Internet per Kabel den funkgestützten Lösungen wie WLAN vorziehen:
    „for children in general, and particularly in schools and classrooms, give preference to wired Internet connections“

    Dass WLAN für lebende Organismen nicht förderlich ist, sondern schädlich, können sogar Schüler im Rahen des „jugend forscht“ Projektes herausfinden.
    http://www.borkenerzeitung.de/nachrichten/borken_artikel,-Nur-das-Siegerstrahlen-ist-gesund-_arid,53628.html

    Wie sich gepulste Strahlung der Frequenz von 2,4 GHz (WLAN) über einen Zeitraum von 25 Monaten auswirkt, hat das amerikanische Militär bereits in den 1980er Jahren ausführlich an Ratten erforscht.

    „Long-term, low-level microwaver irradiation of rats“
    http://www.magdahavas.com/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/Chou-CK-et-al.-Long-term-MW-rad-of-Rats-1992.pdf

  3. Stefan sagt:

    Wir haben in Mannheim an mehreren schulen schon Erfahrungen mit iPads gesammelt. Leider haben wir immer wieder Probleme mit dem ISA-Server der Päd. Lösung. Manchmal (seltsamerweise nicht immer) wird man nach dem Benutzername und Kennwort gefragt. Diese Abfrage kann so häufig kommen, dass einem nichts anderes übrig bleibt, wie das WLAN abzustellen.

  4. Maik Riecken sagt:

    Wenn du statt eines Routers einen Accesspoint verwendest, brauchst du die MAC des Routers nicht zu registrieren – voraussgesetzt, eure Pads sind ihm bereits bekannt.
    Ich steige gerade recht frustriert von WLAN-N (bis zu 300Mbit/s) wieder zurück auf WLAN-G (bis zu 54Mbit) um, weil ich in großen Pausen Probleme bekomme, mit einem AP mehr als 8-10 Geräte zu versorgen. Lokale Minihotspots machen das Arbeiten nicht leichter, da es auf dem 2,4Ghz-Band doch schnell recht eng wird.

    Würde mich freuen, wenn du mal berichtest, ob und mit welcher Hardware das alles bei euch stabil läuft.

    Gruß aus Cloppenburg!

    • Wir haben das Gebäude mit WLAN inzwischen fast gänzlich abgedeckt. Die APs dienen als Bridge. Probleme mit dem Zugriff haben wir dabei nicht…

      Wir haben Apple AirPort Extreme und lassen N und G parallel laufen. Dabei kommt es durchaus mal vor, dass mehr als 20 Laptops gleichzeitig über eine Station arbeiten (jeder Schüler hat seinen eigenen Account, mit dem er sich – über den Server – am eigenen Rechner anmeldet). Bisher hat das keine Schwierigkeiten bereitet.

      Wenn mehr als zwei Stationen in einem Flur stehen, haben wir die Kanäle angepasst, sodass sie sich nicht stören. Die SSID ist jedoch überall die gleiche, sodass man sich „frei“ im Schulhaus bewegen kann.

      Gruß,

      Felix

  5. Walter Janka sagt:

    hallo Kollegen,
    wie immer kann ich eure Meinung nur vollkommen teilen. Auch bei uns ist das WLAN im Zusammenhang mit den iPads nur aktiv, wenn es im Unterricht benötigt wird, ansonsten ist es deaktiviert – sprich ausgesteckt. Übrigens eignet sich die Airport Express-Station von Apple besonders, da sich hier ohne große Einstellschwierigkeit das WLAN konfigurieren lässt und auch bis zu 50 Schüler damit verwalten lässt. Natürlich läuft auch das Apple-TV bestens in Kombination mit dem Airport-Express. (Das war jetzt wieder mächtig Werbung – soll es nicht sein, die Teile funktionieren aber wirklich fantastisch.
    Grüße aus Neumarkt

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